Für (nahezu) jede Beschwerde haben wir die richtige Orthese! Unsere „Schienen“ stellen ruhig, führen, schützen, stützen, stabilisieren und korrigieren! Die Anwendungsgebiete sind ebenso vielfältig wie die Zahl der verfügbaren Modelle.

Dabei wird jede Orthesenversorgung immer durch die kompetenten Hände unserer Fachleute vorgenommen. Unsere Orthopädietechniker wissen genau, welche Versorgung für Sie infrage kommt und sind in Sachen Fachwissen immer auf dem neuesten Stand.

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Wichtig: Wählen Sie bitte bei der Rezeptkategorie „Orthopädietechnik“ aus, damit wir Ihr Anliegen direkt der Fachabteilung zuordnen können. Die KollegInnen aus der Orthopädietechnik melden sich nach Eingang des Rezepts schnellstmöglich zwecks Absprache bei Ihnen.

Einige Beispiele für verfügbare Orthesen haben wir in Form der 3D-Darstellung auf dieser Seite für Sie aufbereitet. Klicken Sie einfach auf die pulsierenden Punkte und schauen Sie sich die Orthesenversorgungen im Detail an. Mittels der Pfeiltasten können Sie die Figur drehen.

Weiter unten auf der Seite finden Sie zudem einige häufig gestellte Fragen rund ums Thema Orthesen. Sie möchten noch mehr wissen? Sprechen Sie uns einfach an!

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  • Was ist eine Orthese?

    Bei der Orthese, zu Deutsch Schiene, handelt es sich um ein medizinisches Hilfsmittel, das zur Ruhigstellung, Führung, Stabilisierung oder Korrektur von Gliedmaßen eingesetzt wird. Auch Verletzungen oder Unregelmäßigkeiten am Rumpf können durch Orthesen behandelt werden, zudem können sie die Funktion von Gelenken unterstützen. Sie dienen als äußerer Kraftträger und bestehen meist aus mehreren Komponenten, angefangen mit dem Orthesenkörper über Polsterungen und Verschlüsse bin hin zu Gelenken und Zugeinrichtungen.

    Orthesen werden von Experten aus dem Gesundheitshandwerk – in der Regel Orthopädietechniker oder Orthopädieschuhmacher – angefertigt und eingestellt. Die Verordnung einer Orthese erfolgt durch einen Arzt.

  • Wann kommt eine Orthese zum Einsatz?

    Die Einsatzgebiete der Orthese sind vielfältig. Grundsätzlich gilt: Eine Orthese kann vorbeugend getragen werden, um Verletzungen zu vermeiden. Sie unterstützt und stabilisiert aber auch Gelenke und stellt Körperpartien ruhig, etwa nach einer Operation.

  • Orthese oder Prothese – wo liegt der Unterschied?

    Eine Orthese ist zur Unterstützung eines Körperteils oder eine Körperregion gedacht. Diese Unterstützung erfolgt durch Bandagen und Schienen. Eine Prothese ersetzt ein fehlendes Körperteil, z. B. den Oberarm oder Unterschenkel. Prothesen werden immer individuell an den Träger angepasst, was bei Orthesen nicht immer zwingend notwendig ist.

  • Orthesen und Bandagen – was ist der Unterschied?

    Sowohl Orthesen als auch Bandagen sind medizinische bzw. orthopädische Hilfsmittel und beide werden bei Beschwerden in den Gelenken sowie größeren Körperregionen eingesetzt. Weitere Gemeinsamkeiten sind schnell gefunden: Beide umschließen die zu behandelnde Körperpartie oder liegen zumindest eng an und üben stabilisierende Wirkung aus. Sie lindern Schmerzen, schützen vor (erneuten) Verletzungen, können lang- oder kurzfristig zum Einsatz kommen und tragen dazu bei, dass Patienten mobiler werden und auch mobil bleiben.

    Aber es gibt auch wichtige Unterschiede: Bandagen sind flexibler, bieten mehr Aktions- und Bewegungsfreiheit. Bandagen bestehen aus elastischem Kompressionsstrick und entfalten ihre Wirkung, indem sie die Muskulatur aktivieren und die Eigenwahrnehmung des Körpers verbessern. Das Material wirkt zudem einen Wechseldruck aus, der Weichteile massiert. Auch eingearbeitete Pelotten massieren, schützen aber noch dazu knöcherne Strukturen.

    Orthesen dagegen sind komplexer aufgebaut und bestehen auch aus festen Materialien. Aus diesem Grund werden sie meist vom Orthopädietechniker an die jeweilige Körperregion angepasst. Wenn die Orthese einen Gestrickanteil beinhaltet, ist dieser oft fester und weniger bis gar nicht elastisch. Zudem kann eine Orthese korrigierende Eigenschaften besitzen und Bewegungsabläufe kontrollieren. Auch eine vollständige Ruhigstellung ist möglich.

  • Wer verschreibt die Orthese?

    Die Orthese kann als Heilmittel von Ihrem Hausarzt oder einem Orthopäden rezeptiert werden. Mit Vorlage der ärztlichen Verordnung übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten für die sogenannte Grundversorgung. Spezialanfertigungen oder besondere Ausstattungen werden – soweit sie nicht ärztlich begründet sind und von Seiten Ihrer Krankenkasse als Einzelfall gesondert beurteilt werden – oft nicht vollständig erstattet; eine Verrechnung der Preisdifferenz ist allerdings in vielen Fällen möglich.

    Orthesen sollten dabei immer auf einem separaten Rezept verordnet werden. Wichtig ist, dass im Feld Nummer 7 auf dem Rezept die Nummer 7 eingetragen wird, zudem die Hilfsmittelnummer, die genaue Indikation bzw. Diagnose, Produktname und -anzahl. Grundsätzlich sollte auf dem Rezept die Produktart oder eine siebenstellige Hilfsmittelnummer angegeben werden, da davon ausgegangen wird, dass die im Hilfsmittelverzeichnis gelisteten Hilfsmittel derselben Produktart gleichartig und -wertig sind. Tingelhoff als Leistungserbringer wählt dann das jeweilige Einzelprodukt unter Berücksichtigung der Situation und Bedürfnisse des Patienten sowie unter Beachtung der mit den Kassen abgeschlossenen Verträge zur wirtschaftlichen Versorgung aus.

    Im Zuge der sogenannten Therapiefreiheit und -hoheit kann Ihr Arzt in Ausnahmefällen eine spezifische Einzelproduktverordnung treffen. Diese muss aber begründet werden, z. B. ganz einfach dadurch, dass der Arzt sich auf besonders gute Erfahrungen mit einem bestimmten Einzelprodukt stützen kann. Die Begründung sollte auf der Verordnung festgehalten werden.

    Wichtiger Hinweis: Orthopädische Hilfsmittel sind für den verordnenden Arzt budgetfrei!

  • Wie oft kann mir eine neue Orthese verordnet werden?

    Anders als z. B. bei Kompressionsstrümpfen fallen Orthesen, Einlagen und Bandagen nicht unter die Regelung der Mehrfachausstattung mit Hilfsmitteln laut Hilfsmittel-Richtlinien aus medizinischen, hygienischen oder sicherheitstechnischen Gründen.
    Gerade im Falle unserer kleinen Patienten kann es aber natürlich sein, dass sie aus einer Orthese rasch herauswachsen. Eine Folgeverordnung ist in einem solchen Fall in der Regel kein Problem. Gleiches gilt für erwachsene Patienten, deren Orthesen aufgrund von Verschleiß oder anderen Gründen nicht mehr richtig funktionieren. Natürlich muss aber von ärztlicher Seite festgestellt werden, dass Sie weiterhin eine Orthese benötigen. Fragen Sie für nähere Informationen Ihren behandelnden Arzt.

  • Wer bezahlt die Orthese?

    Eine Orthese wird in der Regel von einem Arzt verordnet. Liegt diese Verordnung (umgangssprachlich „Rezept“) vor, übernimmt die Krankenkasse die Kosten – meist handelt es sich hierbei um eine sogenannte „Standard-Versorgung“. Spezialanfertigungen oder besondere Ausstattungen werden – soweit sie nicht ärztlich begründet sind und von Seiten Ihrer Krankenkasse als Einzelfall gesondert beurteilt werden – oft nicht vollständig erstattet; eine Verrechnung der Preisdifferenz ist allerdings in vielen Fällen möglich.

  • Wie lange muss ich meine Orthese tragen?

    Dies ist pauschal schwer zu beantworten! Nach Operationen wird eine Orthese in der Regel vier bis sechs Wochen getragen. Wird sie prophylaktisch getragen, ist die Tragedauer im Prinzip nicht begrenzt. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt!

  • Muss ich die Orthese auch nachts tragen?

    Das kommt ganz auf die Art der Orthese an. Übt diese eine starke Kompressionswirkung aus, sollte sie des nachts abgenommen werden. Ansonsten sollte die Orthese, wenn sie primär eine stabilisierende Wirkung hat oder Fehlstellungen korrigieren soll, auch im Bett getragen werden, denn im Schlaf können Sie die Lagerung ihrer verunfallten oder erkrankten Gliedmaße nicht kontrollieren und könnten sie daher ungewollt schädigen oder die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen.

  • Wird eine Orthese individuell angepasst?

    Die Orthese kann entweder auf Maß von unseren erfahrenen Orthopädietechnikern hergestellt werden oder aber bereits in ihrer Standardausführung eine ausreichende Wirksamkeit besitzen. Dies wird je nach Fall entschieden und ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Zur individuellen Anfertigung der Orthese werden meist Gipsabdrücke genommen und das passende Hilfsmittel dann aus verschiedenen Materialen wie Kunststoff, Metall oder Silikon passgenau angefertigt.

  • Kann ich mit einer Orthese Auto fahren?

    Im Prinzip ja, wobei es natürlich ganz auf die Art der Orthese, den Grad der Verletzung und letztlich auch Ihre eigene Geschicklichkeit ankommt. Schränkt Ihre Orthese Sie deutlich in Bewegungen ein, die Sie fürs Autofahren durchführen müssen, sollten Sie darauf verzichten, sich ans Steuer zu setzen. Beachten Sie außerdem, dass Ihnen im Falle eines Unfalls eine Teilschuld zugesprochen werden kann. Sprechen Sie zur Sicherheit mit Ihrem Arzt und ggfs. auch mit Ihrer Versicherung darüber.

  • Knieorthese beim Sport?

    Verletzte, instabile oder unter Gonarthrose leidende Knie können exzellente Unterstützung in Form einer Knieorthese finden – das gilt auch beim Sport! Dank Knieorthesen können viele Patienten wieder Sport treiben und verstärkt mobil sein. Dabei kann sie therapeutisch oder präventiv eingesetzt werden: Viele Profisportler tragen zum Beispiel eine Orthese, um Stabilität zu verleihen und Verletzungen vorzubeugen.

  • Welche Orthese bei Fußheberschwäche?

    Das Tragen einer Orthese ist besonders im Falle einer Fußheberschwäche – einer neurologischen Erkrankung, bei der bestimmte Nervenimpulse die für das Anheben des Fußes verantwortliche Muskulatur nicht mehr erreichen und die besonders MS- und Schlaganfallpatienten betrifft – empfehlenswert. Spezielle Fußheberorthesen können hier verordnet werden, um die Funktion des Fußes zu unterstützen. Je nach Ausprägung der Fußheberschwäche und je nach Modell können sie entweder eine leichte Unterstützung und Stabilisierung des Sprunggelenks bieten und effektiv vor dem Umknicken schützen oder, im Falle von Varianten mit höherer Steifigkeit, eine optimale Energierückgewinnung erzielen und ein natürliches Gangbild fördern, u. a. durch Ermöglichung eines physiologischen Abrollverhaltens. Alternativ können auch Systeme zum Einsatz kommen, die sich des Prinzips der funktionellen Elektrostimulation (FES) bedienen.

  • Welche Orthese bei Hallux Valgus?

    Gegen die Fehlstellung der Großzehe (Hallux valgus) gibt es sowohl dynamische Orthesen, die auch tagsüber getragen werden können und den Fuß aktiv mobilisieren, sowie starre Nachtschienen, die Sie anlegen, wenn Sie zu Bett gehen. Diese Orthesen stabilisieren den Mittelfuß und korrigieren die Zehenfehlstellung.

  • Welche Orthese bei Kniearthrose?

    Die Knie- oder Gonarthrose, womit Verschleiß des Knorpels im Knie gemeint ist, zählt zu den häufigsten Arthrose-Arten und Gelenkerkrankungen. Weil der Mensch das Knie in besonderem Maße beansprucht, kommt es hier verstärkt zu Über- oder Fehlbelastungen, was Verschleiß im Gelenk und im Resultat zu heftigen Schmerzen führen kann – übrigens nicht nur bei älteren Menschen!

    Um die Beschwerden einer Arthrose zu lindern, greifen viele Menschen auf Schmerzmittel zurück, was aber nicht immer das beste und klügste Mittel sein muss! Zur Therapie der Gonarthrose erweisen sich spezielle Knieorthesen als hilfreich. Diese Orthesen verschaffen mehr Beweglichkeit und können die Schmerzen reduzieren.

  • Welche Orthese bei Bänderriss?

    Noch bis in die 90er Jahre führte ein Bänderriss meist unweigerlich in den Operationsaal. Heute setzt man vermehrt auf eine konservative Behandlung mit Orthesen, wenn bei einer Verletzung des Sprunggelenks keine knöchernen Strukturen zu Schaden gekommen sind. Die Ruhigstellung des Gelenks führt hier zu guten Ergebnissen. Sprunggelenksbandagen eignen sich hervorragend, um die Heilung nach einem Bänderriss zu unterstützen. Der Fuß wird anfangs teilweise, später vollständig belastet. Meist sind sie als Kombination aus atmungsaktivem Strick und starren Elementen gefertigt und oft so gearbeitet, dass sie in so gut wie jeden Sportschuh passen – wenn Ihr Arzt das Okay gibt, steht nach einigen Wochen der Gelenkschonung Ihren Sport- und Freizeitaktivität also nichts mehr im Wege!

  • Welche Orthese nach Schulter-OP?

    Manchmal kommt man um eine Operation nicht herum. Um das Schultergelenk im Anschluss vor unkontrollierten Bewegungen zu schützen, wird es zumeist in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Operation mithilfe einer Orthese ruhiggestellt. Schulterorthesen können, je nach Bedarf, in unterschiedlichen Winkeln angeordnet werden, um Arm und Schulter entsprechend zu lagern. So wird nach Schulterluxationen und bei Schulterinstabilität z. B. eine Ruhigstellung und Entlastung der Schulter im Winkel von 15° Abspreizung (Abduktion) und Neutralstellung empfohlen. Näheres weiß Ihr behandelnder Arzt oder Ihr Orthopädietechniker bei Tingelhoff.

  • Welche Orthese bei Kreuzbandriss?

    Er zählt zu den klassischen Sportverletzungen: Der Kreuzbandriss. Aber nicht nur schnelle, abrupte Aktionen beim Hand- oder Basketball können eine solche Ruptur verursachen, sondern auch ganz alltägliche Bewegungen. Das Resultat sind Schmerzen, Schwellungen und Instabilität im Kniegelenk. Als Teil der Behandlung kann, neben Krankengymnastik, Schmerzmitteln, Bandagen und gezieltem Muskelaufbau, eine Orthese bei der Behandlung helfen. Knie-Orthesen nach dem 3- oder 4-Punkt-Prinzip sind hier die richtige Wahl. Sie lassen sich individuell anpassen und verfügen über eine bequeme, optimale Passform, mit der sie das Gelenk stabilisieren. Darüber hinaus gibt es, etwa für den sportlichen Wiedereinstieg, Orthesen, die hohen Schutz durch starre Elemente mit der aktivierenden Funktion einer Bandage vereinen.

  • Welche Orthese bei Meniskusbeschwerden?

    Als Menisken bezeichnet man zwei halbmondförmige Gewebescheiben, die auf der unteren Gelenkfläche des Knies liegen und bei Unfällen leicht Schaden nehmen können. Wenn das Knie gebeugt und belastet ist und plötzlich eine starke unkontrollierte Drehbewegung hinzukommt, können Druck und gleichzeitige Drehung eine Scherbewegung auslösen, die zu einer Schädigung des Meniskus führen kann. Man spricht meist vom Meniskusriss, wobei vertikale, horizontale und radiäre Risse auftreten können. Oft muss solch eine Verletzung operiert werden. Eine Meniskus-OP kann es erforderlich machen, das Kniegelenk temporär äußerlich zu stabilisieren und in seiner Mobilität einzuschränken. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Modelle von Knieorthesen, die mit ihrer stützenden, stabilisierenden Funktion optimal den Heilungsprozess unterstützen. Unerwünschte Bewegungen werden vermieden und die Orthese stärkt zudem das Vertrauen in den eigenen Bewegungsapparat. Die Orthesen ermöglichen den sanften Übergang von den ersten Schritten nach der OP hin zur vollständigen Bewegungsfähigkeit aus eigener Kraft. Dabei gibt es Modelle mit Hartrahmen sowie flexiblere, weniger feste Orthesen – sozusagen für jeden Anwendungsfall die richtige Wahl. Wir beraten Sie hierzu gerne.

  • Welche Orthese bei Mittelfußbruch?

    Durch ungewohnte Bewegungen oder Fehlhaltungen können Brüche im Mittelfuß auftreten – nicht nur bei Hochleistungssportlern, sondern auch beim Joggen oder Wandern. Eine Fraktur erkennt man hier an einer schmerzhaften Schwellung im Bereich des Mittelfußes, die eine Belastung des Fußes stark einschränkt oder gar unmöglich macht. Nach der chirurgischen Versorgung wird inzwischen meist auf einen starren Gipsverband verzichtet, stattdessen kommen hier Fußorthesen zum Einsatz, zum Beispiel steifsohlige Orthesen wie der Aircast Walker, der nach etwa zwei Wochen eine zunehmende Belastung des Fußes ermöglichen kann.

  • Welche Orthese bei Rhizarthrose?

    Rhizarthrose (auch „Arthrose-Daumen“) nennt man den Verschleiß des Knorpelgewebes des Daumensattelgelenks durch Überbeanspruchung. Diese Erkrankung macht sich insbesondere durch Schmerzen, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und verminderte Kraft beim Zupacken bemerkbar. In einem solchen Fall muss nicht zwingend operiert werden: Zur Entlastung des Gelenks und zur Schmerzlinderung erfolgt eine Ruhigstellung durch eine spezielle Rhizarthrose-Orthese. Der geschädigte Knorpel wird geschont und der schmerzfreie Bewegungsspielraum ausgenutzt. Die Orthesen stabilisieren das Daumensattelgelenk und das Daumengrundgelenk in einer neutralen Mittelposition, die Finger bleiben frei. Viele Einstellung können individuell vorgenommen werden.

  • Welche Orthese nach distaler Radiusfraktur?

    Die distale Radiusfraktur, umgangssprachlich auch „Handgelenkbruch“, ist die häufigste Fraktur der oberen Extremität und allgemein der häufigste Knochenbruch beim Menschen. Oft ist ein Sturz die Ursache, versuchen wir doch instinktiv, einen Sturz mit den Händen abzufangen. Im Rahmen einer konservativen Therapie kann das Handgelenk mit einem Gipsverband oder einer speziellen Handgelenkorthese für bis zu sechs Wochen ruhiggestellt werden. Ein Gips ist bei weitem nicht immer notwendig: Stabile Brüche können unter Einsatz einer Orthese eine Frühmobilisation erfahren, wodurch Beweglichkeits- und Kraftverlust deutlich geringer ausfallen, als bei Patienten mit Gips. Eine Handgelenkorthese ist zudem die richtige Wahl für die postoperative Nachbehandlung, sollte eine OP aufgrund der Instabilität des Bruchs notwendig sein.

  • Welche Orthese nach Bandscheiben-OP?

    Nach einer Rückenoperation, einer Wirbelkörperfraktur oder einem Bandscheibenvorfall kann eine Lumbalorthese den Heilungsverlauf optimal begleiten. Diese besteht aus anschmiegsamem Strickmaterial und stabilisierenden Kunststoffelementen in Form einer Lamellenkonstruktion. Pelotten sorgen zudem für einen Massageeffekt. Die Orthese passt sich an die Körperform an und übt gleichzeitig eine Unterstützungswirkung aus.

  • Gibt es Orthesen für den Daumen?

    Ja, z. B. bei Beschwerden wie Rhizarthrose. Rhizarthrose (auch „Arthrose-Daumen“) nennt man den Verschleiß des Knorpelgewebes des Daumensattelgelenks durch Überbeanspruchung. Diese Erkrankung macht sich insbesondere durch Schmerzen, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und verminderte Kraft beim Zupacken bemerkbar. In einem solchen Fall muss nicht zwingend operiert werden: Zur Entlastung des Gelenks und zur Schmerzlinderung erfolgt eine Ruhigstellung durch eine spezielle Rhizarthrose-Orthese. Der geschädigte Knorpel wird geschont und der schmerzfreie Bewegungsspielraum ausgenutzt. Die Orthesen stabilisieren das Daumensattelgelenk und das Daumengrundgelenk in einer neutralen Mittelposition, die Finger bleiben frei. Viele Einstellung können individuell vorgenommen werden.

  • Welcher Schuh bei Orthese?

    Es gibt spezielle Orthesenschuhe, die das Tragen von Beinorthesen erlauben. Diese verfügen über genügend Platz für Orthese und Fuß sowie ein Orthesengelenk auf Knöchelhöhe – bei einem Normalschuh ist dieser Platz meist nicht ausreichend vorhanden. Orthesenschuhe bestehen aus strapazierfähigem Material, sind auf spezielle Indikationen ausgerichtet und dabei so alltagstauglich wie Normalschuhe. Es gibt aber auch Orthesen, die schmal genug sind, um in die meisten Sportschuhe zu passen.

  • Wer hat die Orthese erfunden?

    Frühe Formen von Orthesen kamen zwar bereits im Altertum zur Anwendung, die moderne Orthetik aber hat ihre Anfänge im 18. Jahrhundert. Bis dato hatte die Medizin Abweichungen vom „Normalkörper“ als von Gott gewollt hingenommen. Mit Einsetzung der Aufklärung allerdings begannen Ärzte damit, z. B. Verkrümmungen der Beine oder der Wirbelsäule mit Schienen zu korrigieren. Die Aufrechte Haltung galt zudem im 19. Jahrhundert als besonders erstrebenswert und gesund (und auch heute ist sie noch Zeichen von Attraktivität und Selbstbewusstsein), was einen weiteren Grundstein dafür legte, dass sich die Orthetik etablieren konnte. Orthesen kamen, genau wie ihre Verwandten, die Prothesen, Anfang des 20. Jahrhundert besonders häufig bei Kriegsversehrten zum Einsatz, etwa bei Durchschüssen in Schultern, Armen und Beinen. Seither haben die Orthesen sich fortwährend weiterentwickelt.