Greifbarer Fortschritt: Motorisierte MyoPro®Orthese bewegt gelähmte Arme und Hände
Taube Gliedmaßen, ein gelähmter Arm oder ein steifer Ellenbogen – für Tausende Menschen sind solche Einschränkungen traurige Realität. Besonders häufig lösen Schlaganfälle sowie Rückenmarks- und Nervenverletzungen solche Lähmungen aus. Ohne Funktion in Arm und Hand, steht das ganze Leben Kopf: Selbstverständliche Aufgaben wie das Schneiden von Gemüse oder das Tragen eines Wäschekorbs entwickeln sich zur Herausforderung. Als einzige motorisierte Orthese hilft die MyoPro des Herstellers Myomo, die um Arm und Hand geschnallt wird, gewohnte Abläufe wieder möglich zu machen. Dafür nutzt das System Sensoren, die schwache elektrische Impulse auf der Hautoberfläche erkennen und an leistungsfähige Motoren weiterleiten, die die gewünschte Bewegung entsprechend ausführen – eine Technologie, die auch bereits in modernen Prothesen zur Anwendung kommt. Denn üblicherweise bleibt der Körper auch bei gelähmten Gliedmaßen weiterhin in der Lage, minimale Muskelsignale zu senden, welche die Orthese nutzbar macht. Funktionen wie das Greifen, Halten und Öffnen der Hand sowie das Beugen, Heben und Strecken des Ellenbogens kann das medizinische Hilfsmittel so wieder ermöglichen.
Übung macht den Meister – mit Unterstützung der Spezialisten vor Ort
Je nach Art der Erkrankung nimmt das vollständige Erlernen des Systems zwischen sechs und zwölf Monate in Anspruch. Um die Eingewöhnungsphase erfolgreich zu meistern, steht Betroffenen ein deutschlandweites Netzwerk an zertifizierten Spezialisten zur Verfügung, die den Lernprozess begleiten. Für eine wohnortnahe Versorgung leitet das Unternehmen auch lokale Therapeuten und Orthopädietechniker an. Zum Training gehören etwa das selbstständige An- und Ablegen des Hilfsmittels sowie eine kontrollierte Steuerung. Ob Arm und Hand des eigenen Körpers von der MyoPro-Orthese bewegt werden können, ermittelt vorab eine Untersuchung, die Grundvoraussetzungen überprüft und eine Eignung feststellt. Fällt diese positiv aus, übernehmen gesetzliche Krankenkassen und Unfallversicherungen bei Vorlage eines ärztlichen Rezepts sowohl die Kosten für die Orthese als auch das notwendige Training. Um das Hilfsmittel optimal auf den Nutzer abzustimmen, nehmen Orthopädietechniker in Sanitätshäusern individuelle Anpassungen vor – so natürlich auch in unserer Tingelhoff-Orthopädietechnik!
Screeningtag bei Tingelhoff am 12.02.26
Im Jahr 2026 haben wir erste Patienten erfolgreich versorgt und möchten gerne weitere Interessenten dazu einladen, sich mit der neuartigen Armorthese vertraut zu machen. Daher laden wir am 12.02.26 zu einem Screeningtag in unsere Zentrale in der Bielefelder Str. 10 in Dortmund-Körne ein. Unsere Experten vor Ort schätzen anhand eines persönlichen Gesprächs und einer Testung ein, ob die Probanden für die Orthese geeignet sind, und beraten rund um den Ablauf der Versorgung.
Um Anmeldung wird gebeten:
0231/562241 929

