Begleiter auf Rad und trapp

Im ersten Teil unseres Interviews mit Frau Koch sind wir auf ihren Alltag im Rollstuhl, Aktivitäten in der Freizeit sowie die Wahl ihres neuen Aktivrollstuhls eingegangen (https://www.tingelhoff.de/aktiv-im-rollstuhl). Sie sitzt aufgrund von Kleinhirnbrückenwinkeltumore nun seit mehr als 20 Jahren im Rollstuhl. An ihrer Seite ist ihr treuer Begleiter und Helfer, ihr Hund Leo, der bei den alltäglichsten Angelegenheiten eine sehr große Hilfe für sie ist.

Ihr Assistenzhund Leo ist ein warmherziger Labrador und schon seit mehr als 5 Jahren der Begleiter von Frau Koch. Frau Koch erhielt ihn, als er zwei Jahre alt war. Davor musste Leo eine spezielle Ausbildung absolvieren. Diese absolvierte er bei der Kynos Stiftung. Ein Jahr normale Hundeschule begleitet von viel Kontakt mit Menschen und im nächsten Jahr folgte die spezialisierte Ausbildung zum Assistenzhund für Menschen mit Behinderung. Frau Koch lernte den treuen Hund als 1-Jährigen kennen und hatte zwischen drei Hunden die Qual der Wahl. Schnell war aber für sie klar, dass es Leo wird, denn die Harmonie zwischen den beiden stimmte von Beginn an. Frau Koch betont zudem: „Einem muss bewusst sein, dass man keinen Roboter kriegt, sondern einen richtigen Hund. Er hat seine eigene Persönlichkeit, die ich über alles liebe und schätze, auch wenn er manchmal ein Morgenmuffel ist.“   In den ersten Wochen war es außerdem wichtig, dass sich der Hund wirklich auf Fr. Koch fixiert und eine Verbindung zu ihr aufbaut, deswegen musste ihr Ehemann Leo in den ersten Wochen teilweise ignorieren, sodass die Prägung auf Frau Koch fiel und sich eine richtige Verbindung aufbauen konnte.

Frau Koch mit LeoAuf die Frage wozu der Assistenzhund genau gebraucht wird und wie man mit ihm kommuniziert antwortete Frau Koch: „Leo unterstützt mich bei wirklich vielen Dingen. Er gibt mir Sachen an, hilft beim An- und Ausziehen, macht Türen zu, öffnet Schubladen oder drückt die Fußgängerampel für mich. Wir hatten am Anfang einige Schwierigkeiten, sodass ich manchmal mit dem Rollstuhl umgefallen bin. Es ist wie bei einem kleinen Kind, das Fahrradfahren lernt. Da sind einige Stürze vorprogrammiert und unumgänglich. Mit der Zeit ging aber alles gut und er hört wirklich auf jedes Kommando. Die Routineangelegenheiten macht er fast selbstständig. Bei der Arbeit unterstützt Leo mich tatkräftig und dient manchmal sogar als kleiner Postbote. Hier war es in den ersten Monaten ebenfalls anstrengend, denn man musste sich öfters auf den Hund konzentrieren als auf die Arbeit selbst.“

Egal wo sich Frau Koch aufhält, sucht der Hund immer wieder den direkten Kontakt zu ihr. Sei es mit der Schnute auf dem Fuß oder mit dem Rücken ans Hinterrad. Da muss man schon aufpassen, dass man nicht über den Schwanz fährt. Er sucht immer die Verbindung. Mit der Zeit hat Frau Koch gelernt, Leo zu lesen. Sobald er beispielsweise, aufgrund anderer Hunde oder bekannter Gesichter ausbrechen und loslaufen möchte, gibt sie vorab ein Kommando oder lenkt ihn ab. Die beiden sind ein super Team und das spürt man.

Das Interview mit Frau Koch hat einen sehr interessanten Einblick in das Leben einer aktiven Rollstuhlfahrerin gegeben und wir wünschen Frau Koch und ihrem Assistenzhund Leo weiterhin alles Gute.

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