Generation Gold – Pflegeformen

In den nächsten Wochen geht es in den Beiträgen unseres Blogs rund um das Leben im hohen Alter. Wir gehen auf die Bedürfnisse der älteren Menschen und Ihren Angehörigen in Verbindung mit den Themen Freizeit, Ernährung, Pflege und Wohnen ein. Verpassen Sie also nicht die spannende Reihe Generation Gold, um Ihre „besten Jahre“ noch eindrucksvoller und lebensfreudiger zu gestalten.

Fakt ist: Je älter ein Mensch wird, desto größer ist bei ihm die Wahrscheinlichkeit, mit Erkrankungen und Einschränkungen zu leben. Das kann dazu führen, dass man pflegebedürftig wird. Doch wenn es wirklich so weit gekommen ist, wohin geht dann die Reise und welche Form der Pflege, ist die richtige für einen selbst? Hier gibt es mehrere Alternativen und Möglichkeiten.

Angefangen bei der Nachtpflege und Tagespflege. Diese Formen der Pflege können pflegende Angehörige entlasten und ihnen trotzdem das beruhigende Gefühl geben, dass die pflegebedürftige Person in guten Händen ist. In der Zeit während der Pflege haben dann die Angehörigen die Möglichkeit dem Beruf oder Hobbys nachzugehen und ein Gleichgewicht im Alltag herzustellen. Die Tagespflege und Nachtpflege sind Leistungen der Pflegeversicherung und werden in § 41 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) geregelt. Bei der durchgehenden Tagespflege erhalten pflegebedürftige Menschen, die zudem oft alleine wohnen, Struktur, Sicherheit und Vollversorgung. Somit brauchen Sie sich als Angehöriger oder zu pflegende Person keine Sorgen machen. Gerade Tätigkeiten, wie der Toilettengang, sind Tätigkeiten, die mit nur einzelnen Besuchen einer Pflegekraft am Tag nicht geregelt werden können. Das Konzept Tagespflege ist ein Angebot für Menschen, bei denen eine kontinuierliche Anwesenheit notwendig ist, eine durchgehende Pflege aber nicht. Neben speziellen Tagespflege-Einrichtungen bieten auch viele ambulante Pflegedienste oder Pflegeheime eine Tagespflege an. Das Leistungsangebot einer Tagespflegeeinrichtung variiert anhand der Nachfrage. Also sollten Ihre Wünsche im Angebot nicht vollständig abgedeckt sein, fragen Sie ruhig nach, wie flexibel die Einrichtung ist und vielleicht findet man dann eine Lösung. Mögliche Leistungen der Tagespflege sind:

  • Zubereitung der Mahlzeiten
  • Spiele und Ausflüge
  • Kreatives Gestalten
  • Gedächtnistraining
  • Orientierungsübungen
  • Übungen zur Mobilisation und Gymnastik
  • Ergotherapie für die Fein- und Grobmotorik
  • Vorlesen oder Gesprächsgruppen
  • Rehabilitationsmaßnahmen
  • Hilfe bei der Tagesstrukturierung
  • uvm.

Tagespflege dient als ideales Bindeglied aus ambulanter und stationärer Pflege. Außerdem kann die Tagespflege auch vorübergehend genutzt werden, um Krisen vorzubeugen oder bei bestehenden Überforderungen der Pflegenden zu entlasten. Die Kosten werden durch Tagessätze ermittelt, welche sich aus Pflegesatz, Unterkunft und Verpflegung und Investitionskosten zusammensetzen. Investitionskosten sind Kosten für Ausstattung und Einrichtung. Der Pflegesatz, der die Kosten für die Pflege, Betreuung und Fahrkosten beinhaltet, wird bis zu einem monatlichen Höchstsatz von der Pflegekasse übernommen.

Tagespflege

Ambulante Pflegedienste und Pflegeheime bieten für Pflegebedürftige, die zu Hause leben und versorgt werden, Nachtpflege an, um pflegerische Leistungen wie Grundpflege und Krankenpflege auch in der Nacht fortzusetzen, wenn es der Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen erfordert. Im Rahmen der Nachtpflege für Senioren übernehmen Mitarbeiter eines Pflegedienstes stundenweise in der Nacht die Aufgaben des pflegenden Angehörigen. Wie bei der Tagespflege entweder ambulant zu Hause oder stationär. Gerade im Sonderfall Demenz ist eine lückenlose Beaufsichtigung der Person erforderlich und eine Nachtpflege angemessen. Die Hilfestellungen der Nachtpflege-Einrichtungen sind auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen ausgerichtet, die einen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus haben. So gibt es neben unterhaltenden Aktivitäten und aktivierenden Hilfen auch Angebote zur Entspannung.

Trotz allem sollen Sie sich davon nicht abschrecken lassen und Angst vor der möglichen Pflegebedürftigkeit haben. Gerade ältere Menschen, sobald diese in Rente gehen, brauchen neue Herausforderungen und Aufgaben im Leben, um gegen Erkrankungen wie Demenz oder Bewegungseinschränkungen vorzubeugen. Also versuchen Sie es erst gar nicht so weit kommen zu lassen und halten sich an neuen Aktivitäten und Zielen fest.

In Zukunft werden wir auch auf die stationäre und ambulante Pflege genauer eingehen und Sie mit Tipps und Empfehlungen informieren.

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