Nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall, größeren Operationen oder schweren Unfällen heißt es für den Betroffenen auf die Intensivstation zu kommen. Allerdings bedeutet das nicht das Ende, sondern eine erfolgreiche Chance zu genesen und in extremen Fällen zu überleben.

Eine Rundumüberwachung kann auch dann notwendig werden, wenn sich der Gesundheitszustand eines Patienten auf der Normalstation deutlich verschlechtert. Auf einer Intensivstation hält sich eine Pflegekraft ständig am Bett des Patienten oder unmittelbar in der Nähe auf. Und ist somit rund um die Uhr versorgt.

Hygieneregeln für Besucher

Zum Pflichtprogramm gehört die Händedesinfektion – im gesamten Krankenhaus, nicht nur auf der Intensivstation. Für erkältete Besucher gilt sicherheitshalber Mundschutzpflicht.  Auf Transplantationsstationen müssen sich Besucher vorher umziehen oder zumindest einen Schutzkittel, Mundschutz und Überschuhe tragen.

Besuch erlaubt und erwünscht?

Die Persönliche Anwesenheit von vertrauten Angehörigen ist äußerst wichtig in so einer schweren Zeit und verleiht dem Patienten Kraft und Hoffnung. Gerade in einer fremden Umgebung bringt es dem Patienten auf andere Gedanken und lässt ihn für einen Augenblick ein Gefühl von zu Hause spüren.

Besucher sollten sich hierbei nach den Besuchszeiten, die am Eingang eines Krankenhauses stehen, halten. Jedoch lassen sich mit Arzt oder zuständiger Krankenpflegerin flexible Uhrzeiten außerhalb der Besuchszeiten vereinbaren.

Zeit mit der Familie oder Freunden tut dem Patienten zwar sehr gut, sollte aber auch in Maßen genossen werden. Dehnen Sie Ihre Besuche also nicht zu lange aus, damit es für den Patienten nicht allzu anstrengend wird. Kurze, aber dafür häufigere Besuche sind zu empfehlen. Gönnen Sie sich selbst allerdings auch mal ab und zu eine Pause vom ganzen Besuchsstress, um für den nächsten Besuch Kraft zu tanken.

Probleme aus Ihrem Alltag und negative Sachen sollten lieber nicht zum Hauptthema bei Besuchen werden, sondern viel mehr soll über schöne Ereignisse gesprochen werden. Bringen Sie aufmunternde Bilder und Videos von Freunden mit. Sprechen Sie der Person Mut zu und versuchen Sie ihn mental aufzubauen. Ein Tagebuch, welches er alleine oder sie gemeinsam führen, wirkt für den Patienten beruhigend und kann beim Heilungsprozess helfen.  Ein Tagebuch für Sie als Angehöriger verhilft zur psychischen Verarbeitung der ganzen Phase und berührt meistens die betroffene Person im Nachgang dies zu lesen.

Ungewohnter Zustand:

Die Patienten bekommen in der Regel Schmerz- und Beruhigungsmittel, die schläfrig machen, aber den Heilungsprozess fördern. Lassen Sie sich also dadurch nicht beirren, falls Ihr betroffener Angehöriger mal bei einem Besuch extrem müde ist oder nicht alles richtig aufnehmen kann. Zudem quälen dem Betroffenen durch die belastenden Ereignisse der Krankheit oft Alpträume, Halluzinationen oder Schlafstörungen.

Komapatient:

Trotz Koma reagiert das Gehirn des Patienten und nimmt im Unterbewusstsein Geräusche und Gefühle wahr. Dementsprechend sollten Sie auch bei Komapatienten anwesend sein, mit ihm reden, was vorlesen oder bringen Sie Musik mit.

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