L300 Go

Mit dem Leben Schritt halten: Die Neuro-Orthese L300 Go

Mit dem Leben Schritt halten: Die Neuro-Orthese L300 Go

Mehr Mobilität im Alltag trotz neurologischer Erkrankung? Das geht mit der modernen Neurostimulationsorthese L300 Go von ottobock. Das L300 Go verhilft Patienten, bei denen eine sogenannte Fußheberschwäche vorliegt, zu einem runderen und sichereren Gangbild.

L300 Go
L300 Go bei Fußheberschwäche

Fußheberschwäche: Ursache und Behandlungsmethoden

Eine Fußheberschwäche entsteht infolge einer Störung des zerebralen Nervensystems. Ursache hierfür kann z. B. eine Erkrankung wie Multiple Sklerose, Schädel-Hirn-Trauma sowie infantile Zerebralparese sein oder  – so, wie etwa bei unserer Kundin Nicole – ein Schlaganfall.

Bei Tingelhoff nutzen wir das L300 Go bereits seit einer Weile mit gutem Erfolg, wie Nicoles Geschichte zeigt. Wir haben sie für eine Demonstration ihrer Versorgung sowie ein kurzes Videointerview getroffen, das wir hier sehr gerne teilen möchten. Als Folge eines Schlaganfalls ist ihr zentrales Nervensystem gestört, was zum Ausfall der Fuß hebenden Muskulatur im Bein führte. Dies resultiert in einem hängenden Fuß, der beim Gehen über den Boden schleifen kann, sowie einem unsicheren Gangbild mit erhöhter Stolpergefahr.

 

Schritt für Schritt zu mehr Lebensqualität dank FES

Hier schafft das L300 Go Abhilfe und erleichtert das Gehen. Das System L300 Go ist dabei keine Orthese oder „Schiene“ im ganz engen, klassischen Sinne, sondern stimuliert nach dem Prinzip der sogenannten „Funktionellen Elektrostimulation“ (FES) Nerven, die vom zentralen Nervensystem nicht mehr gesteuert werden können.

Das System wird mit einer Manschette am Unterschenkel angebracht und gewährleistet eine präzise, ausgewogene Fußhebung. Bei instabilem Knie kann das L300 Go zudem mit Hilfe eines zusätzlichen Oberflächenstimulators Kniebeugung und -streckung unterstützen.

Mit FES können physiologische Funktionen im Körper ausgelöst werden – im vorliegenden Fall eben die Fußhebung. Eine Elektrode auf der Haut sendet genau im richtigen Moment einen elektrischen Impuls an den Unterschenkelnerv, der den Impuls an die vordere Unterschenkelmuskulatur weitergibt, die wiederum die Fußhebung steuert. So wird der betreffende Muskel angespannt und kann seine mechanische Arbeit wieder verrichten. Durch die Nutzung der Funktionellen Elektrostimulation wird der Ausfall der Unterschenkelmuskulatur kompensiert und das Gangbild deutlich verbessert, wie sich im Video eindeutig zeigt.

Nicole jedenfalls ist sehr glücklich mit ihrer Versorgung: Vom Barfußlaufen am Strand über den längeren Spaziergang bis hin zum Treppensteigen sind nun viele alltägliche Aktivitäten für sie wieder leichter möglich. An diesem Beispiel zeigt sich eindrucksvoll, was eine moderne Neuro-Orthesen-Versorgung kann und wie immens sie die Lebensqualität Betroffener steigert. Wir bedanken uns bei Nicole für die spannenden Einblicke!

Wer das System L300 Go selbst einmal testen möchte, kann unsere Orthopädietechnik zwecks Testung kontaktieren – eine Mail an info@tingelhoff.de genügt, wir melden uns dann baldmöglichst zurück.

 

 

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