Die Superfood Trends 2021

Superfood für Superernährung! Gesunde Ernährung ist vor allem in Social-Media-Kreisen ein Lieblingsthema. Sogar einen ganzen Tag hat man ihr gewidmet – zurecht, wie wir finden! Gesunde Ernährung fängt dabei natürlich mit den Zutaten an, mit denen wir unsere Mahlzeiten zubereiten. Wichtiger Bestandteil können sogenannte „Superfoods“ sein, die – wenn man es richtig macht, im wahrsten Sinne des Wortes – seit Jahren in aller Munde sind. Aber wie definiert sich dieser Begriff und was sind die trendigsten Superfoods des noch jungen Jahres? In Kürze wissen Sie mehr!

Superfood – was ist das?
Wie so oft kommt auch der Begriff Superfood aus dem Marketingbereich. Grundsätzlich bezeichnet er Lebensmittel, die bei Verzehr (angeblich) aufgrund der enthaltenen Nährstoffe gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Oft genug trifft dies auch zu, jedoch sollte man bei Superfoods nicht an Allheilmittel denken, bei denen der gelegentliche Verzehr allein ausreicht, um die Gesundheit dauerhaft und vollumfänglich positiv zu beeinflussen. Dennoch kann man den Superfoods wohl nicht absprechen, dass sie zumeist wichtige Nährstoffe enthalten und dass es allemal besser und gesünder ist, frische Gerichte mit Zutaten aus der Gruppe der Superfoods zuzubereiten, als sich auf Mikrowellennahrung zu verlassen. Zudem sorgen die oft ungewöhnlichen Früchte, Samen und Zutaten für Abwechslung in der Küche.

Kehrseite der Medaille: Oft kommen diese exotischen „Supernahrungsmittel“ eben von weit her. Nicht besonders gut für die Umwelt also, zudem kann es zu einer Schadstoffbelastung kommen, etwa durch Pestizide – Augen auf beim Superfood-Kauf lautet also die Devise. Dabei gibt es, wie wir im Folgenden sehen werden, aber auch durchaus Superfoods, die aus heimischen Gärten und von regionalen Feldern stammen und die ihren exotischen Mitbewerbern in nichts nachstehen. Also: Wagen Sie mit uns den Blick über den Tellerrand!

Breadfruit
Die Brotfrucht gehört zur Familie der Maulbeergewächse, auch wenn sie der gemeinen Blaubeere optisch eher wenig gleicht. Warum die Brotfrucht Brotfrucht heißt, leuchtet einem jeden, der sie einmal probiert hat, allerdings relativ zügig ein: Geschmack und Geruch der gekochten Frucht erinnern an frisch gebackenes Brot. Doch was macht die Breadfruit nun zum Superfood, das von Südostasien bis Hawaii zum kulinarischen Standard gehört? Nun ja, zum einen strotzt sie nur so vor Nährstoffen wie Mineralien und Vitaminen, ist glutenfrei und hat einen hohen glykämischen Index. Noch dazu verfügt die Breadfruit über einen hohen Proteingehalt und enthält viel Omega-3 und Ballaststoffe und dafür wenig Fett. Wenn das nicht super ist, wissen wir’s auch nicht.

Golden Chlorella
Nicht nur in der Science-Fiction schafft es die Alge auf den Esstisch: Bei der Golden Chlorella handelt es sich nämlich um eine Mikroalge, die im Jahr 2021 zum Super Food avanciert! Zwar schmeckt sie im Grunde nach nichts, kann aber dadurch leicht in eine Vielzahl an Gerichten integriert werden, wo sie die Zinkversorgung (gut fürs Immunsystem) ankurbelt und uns mit B-Vitaminen, Vitamin E sowie Amino- und Omega-3-Fettsäuren versorgt. All diese Nährstoffe können sich positiv auf Stoffwechsel, das Immunsystem, Augen und Haut auswirken. Auch der Proteingehalt kann sich sehen lassen: Zehn Gramm Golden Chlorella enthalten in etwa so viel Eiweiß wie 25 Gramm Steak. Esst mehr Algen heißt das Motto!

Löwenzahnwurzel
Auch ohne Peter Lustig wichtig: Der Löwenzahn – nicht nur auf der Wiese (wenn auch nicht auf dem Rasen!), sondern neuerdings auch in der Küche ein willkommener Anblick. Warum? Nun: Die Pflanze schafft es 2021 tatsächlich zum Super-Food-Status, besitzt sie doch einige wertvolle Inhaltsstoffe, die unseren Speiseplan bereichern können. So sollen ihre Bitterstoffe unter anderen den Gallenfluss anregen (das ist etwas Gutes!), die Aktivität der Leber anschubsen und sogar Blähungen und Sodbrennen vorbeugen. Die Löwenzahnwurzel kann dabei als Tee aufgegossen werden oder in Form von Löwenzahnwurzelessig Verwendung finden. Auch der Löwenzahn selbst ist ganz schön vielseitig: In der Tat lassen sich sogar ein Kaffee-Ersatz oder Honig aus ihm herstellen.

Sellerie
Der gute alte Sellerie ist eine waschechte Powerpflanze, die man aber wohl eher weniger unter den Superfoods vermuten würde. Dabei steckt auch er voller guter Nährstoffe, obwohl er fast nur aus Wasser besteht. Zudem ist er reich an Salzsäure, die die Verdauung verbessert, gegen Blähungen hilft und einen gesunden Darm wiederherstellen kann. Obendrein wirkt Sellerie entzündungshemmend und kann sogar vor Bakterien und Viren schützen (gehen Sie in Sachen Corona aber lieber auf Nummer Sicher: AHA-Regeln und Impfung überflügeln den Sellerie locker). Sie sehen: Superfood muss nicht immer exotisch sein.

Lupinenbohnen
Eine Hülsenfrucht, die es in sich hat: Lupinen sind eine exzellente Quelle für pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffen. Essentielle Aminosäuren sind das Tüpfelchen auf dem i. Warum aber ausgerechnet Lupinen, wo es doch so viele andere Hülsenfrüchte gibt? Ganz einfach: Lupinenbohnen sind besonders leicht verdaulich und sind dazu noch geeignet, den Blutdruck zu senken, die Verdauung zu verbessern und gute Bakterien im Darm zu fördern. Sollte den gesundheits- und trendbewussten Esser also 2021 die Bohne interessieren!

Roher Kakao
Noch mehr Bohnen: Kakao als Superfood – langsam wird es unrealistisch? Weit gefehlt: ungerösteter Kakao wartet mit einer Vielzahl an Antioxidantien und ungesättigten Fettsäuren auf. Auch Mineralien wie Eisen, Magnesium und Kalzium, die unterschiedliche Körperfunktionen unterstützen, sind in Hülle und Fülle vorhanden. Noch dazu sorgt ein Stoff namens Theobromin, der ähnlich wirkt wie Koffein, gemeinsam mit den enthaltenen Neurotransmittern wie Phenylethylamin für gute Laune. Übrigens kann auch eine rohe Kakaobohne problemlos gegessen werden.

Sauerkraut
Zum Abschluss noch ein traditionsreiches Superfood undercover aus Omas Küche: Ein echtes Comeback feiert das „deutsche Nationalgericht“ Sauerkraut! Der fermentierte Weiß- oder Spitzkohl enthält reichlich Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Zudem ist er eine Quelle des wertvollen Vitamins B12, das sonst nur in tierischen Produkten vorhanden ist. Noch dazu unterstützt insbesondere rohes und naturbelassenes (sprich nicht-pasteurisiertes) Sauerkraut eine gesunde Darmflora: Die enthaltenen Mikroorganismen schützen ist besonders gut für die Verdauung.

Aber natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Superfoods und es lohnt sich, vor allem die heimischen Vertreter neu zu entdecken. Grünkohl etwa oder Leinsamen, schwarze Johannisbeere, Sanddorn oder Walnüsse, um nur einige zu nennen. Letztlich ist es wichtig, dass Sie sich gesund und ausgewogen ernähren und darauf achten, frische Zutaten zu verwenden und nach Möglichkeit eben selbst zu kochen und auf verarbeitete Lebensmittel und Fast Food weitestgehend zu verzichten. Dann klappt es auch mit der gesunden Ernährung!

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