Brems- und Schiebehilfen

Gute Gründe für E-Mobile, Brems- und Schiebehilfen

Mehr Saft für alle:

Gute Gründe für E-Mobile, Brems- und Schiebehilfen

Schneller, weiter, leichter – weniger Anstrengung und mehr Komfort für in der Mobilität eingeschränkte Personen ist heutzutage in vielerlei Formen möglich.

E-Mobile (auch Scooter oder Seniorenmobile genannt) sind den meisten unserer Kundinnen und Kunden bekannt und erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Nicht immer können sie aber einen Rollstuhl ersetzen. Je nach Diagnose und körperlicher Konstitution ist es notwendig, im Rolli unterwegs zu sein. Oft sind Begleitpersonen involviert, die den Rollstuhlnutzenden im Alltag unterstützen und den Rollstuhl gerade auf längeren Strecken schieben. Brems- und Schiebehilfen kommen daher nicht nur in Pflegeheimen zum Einsatz, sondern können ideale Begleiter bei allen denkbaren Aktivitäten sein – drinnen wie draußen!

Wir schauen uns heute einmal eine Reihe dieser Hilfsmittel an und zeigen gute Gründe auf, warum man sich den Bereich E-Mobilität auch im Hilfsmittelsektor mal genauer anschauen sollte.

Mobilität aus der Steckdose: Mehr Reichweite, mehr Freiheit im Alltag

E-Mobilität ist in aller Munde. Jedes Jahr werden mehr E-Autos zugelassen und Seniorenmobile mit E-Antrieb gehören längst ins Stadtbild.

Dabei lässt sich die Benutzung eines E-Scooters wunderbar mit dem Einsatz weiterer Hilfsmittel verbinden. Manchmal ist es sogar unabdingbar, dass mehrere Hilfsmittel verwendet werden, um von A nach B zu reisen: Zu Fuß schaffen es viele unserer Kundinnen und Kunden mit Unterstützung des Rollators oft noch gut z. B zum täglichen Einkauf in die Stadt, zum Treffen mit Familie oder Freunden oder zum Arzt.

Wenn die Strecke zu Fuß oder mit dem Rollator mal nicht mehr zu bewältigen sein sollte, wird E-Mobilität zum wichtigen Faktor. Mit Elektromobilen kann man – das richtige Zubehör vorausgesetzt – bei jedem Wetter im Freien Entfernungen von bis zu 55 Kilometern zurücklegen. Ob im Urlaub, zum Einkaufen oder für kürzere Ausflüge – der Bewegungsradius vergrößert sich merklich. Den Rollator kann man dabei selbstverständlich mitnehmen: Er fährt zum Beispiel problemlos an einer Spezialhalterung an der Rückseite des Sitzes mit. Dabei sollte man bei aller Reichweiteneuphorie immer bedenken, dass man im Fall der Fälle zwei Strecken zurückzulegen hat: Hin und zurück. In der Regel spricht man bei Hin- und Rückwegen von einem maximalen Radius von 20 bis 25 Kilometern.

Mit dem E-Mobil auf Reisen

Reichweitentechnisch einen draufsetzen kann man zudem, wenn man den Scooter in Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto nutzt. Für diejenigen, die mit dem Pkw unterwegs sind, bieten sich hier insbesondere leichte Scooter-Reisemodelle an, die sich auf Koffergröße zusammenklappen lassen: E-Mobilität auf kleinstem Raum! Auch der Rollator kann (und sollte) hier – wie oben beschrieben – zusätzlicher Begleiter sein.

Auch bei Platzsorgen – z. B. im kleinen Auto oder im Zug – gibt es eine Lösung: Alternativ kann man auf einen faltbaren Elektrorollstuhl ausweichen, der noch einmal deutlich weniger Platz wegnimmt.

Sicher unterstellen und laden: Rückzugsorte für Ihr E-Mobil

Um Ihr E-Mobil sicher unterzustellen – und dabei natürlich auch die Versicherung zufriedenzustellen – gibt es verschiedene Lösungen. Zum Beispiel gibt es abschließbare Fahrradgaragen oder Außenboxen/„Rolli-Boxen“, die sich hierfür eignen. Ein Manko ist hierbei allerdings, dass die Krankenkasse hierfür häufig nicht die Kosten übernimmt. Wohl aber gibt es den Weg, sogenannte „Eingliederungshilfen“ zu beantragen. Bei Bedarf sollten Sie sich hier im Fachhandel beraten lassen!

Mieter haben zudem häufig Bedenken, was ihr Vermieter zu diesem Thema sagen wird. Sie tun daher gut daran, die Problematik vor dem Kauf anzusprechen, um ihrem Vermieter Gelegenheit zu geben, (kostenpflichtige) Unterstellmöglichkeiten zu schaffen bzw. die Erlaubnis für z. B. eine Garage zu erteilen. Auch Rampen, die ein Mietshaus barrierefrei zugänglich machen, müssen natürlich genehmigt werden.

Eine Lösung, um sich diesen Stress zu ersparen, ist auch hier die Anschaffung eines zerleg- oder faltbaren Scooters. Diesen können Sie entweder in passenden Räumlichkeiten im Haus oder sogar in Ihrer eigenen Wohnung unterstellen, sodass Ihr Hilfsmittel immer einen sicheren Platz hat.

Übrigens gibt es, ähnlich wie man es vom E-Bike kennt, E-Mobile mit entnehmbaren Akkus, die bequem in der Wohnung geladen werden können. Sie können sich zudem die Kosten für den Strom von Ihrer Krankenkasse erstatten lassen. Auch hier kann z. B. Ihr Tingelhoff-Sachbearbeiter oder Ihre Tingelhoff-Sachbearbeiterin Sie umfassend beraten.

Fahreignung und Qual der Wahl: Probieren geht über Studieren!

Immer wieder hören wir, dass sich Kundinnen und Kunden nicht zutrauen, selbst ein E-Mobil zu fahren. Zu groß die Bedenken, etwas falsch zu machen oder einen Unfall zu verursachen. Sorgen, die man natürlich nicht einfach in den Wind schlagen kann!

Hier hilft oft ein Gespräch mit Personen aus dem Umfeld. Gemeinsam mit Angehörigen, Pflegenden sowie Ärztinnen und Ärzten klären wir, wie es um die Fahrtauglichkeit bestellt ist. Oft hilft schon eine kurze Probefahrt mit einem der verschiedenen Modelle, die mit unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten und Reichweiten unterwegs sind.

Übrigens ist hier nicht immer das schnellste Modell das Beste. Das 25 km/h-Modell, das beim Discounter zum Kampfpreis ins Auge springt, ist oft kein zertifiziertes Medizinprodukt eines namhaften Herstellers und kommt ohne Erstattungsfähigkeit durch die Krankenkasse sowie ohne die Gewährleistung und Reparaturmöglichkeiten daher, die ein Sanitätshaus bietet. Zudem erweist ein solcher Flitzer sich in der Praxis für viele Leute tatsächlich als übermotorisiert. Hier ist Vorsicht geboten!

Zusätzlich gibt es folgende Herausforderungen: Wenn das beim Discounter gekaufte Gerät gewartet werden muss oder etwas an dem Hilfsmittel kaputtgeht, ist eine Reparatur in der Regel nur über den Hersteller möglich und der Scooter muss somit eingeschickt werden. Zusätzlich müssen solche Modelle meist aktiv vom Nutzer gebremst werden, da Scheibenbremsen verbaut sind. E-Mobile, wie sie etwa beim Sanitätshaus Tingelhoff erhältlich sind, verfügen über Magnetbremsen, die automatisch bremsen, sobald man den Beschleunigungshebel loslässt.

Und das Beste kommt zum Schluss: Mit einer passenden Diagnose und entsprechenden Verordnung kann im Prinzip jede(r) ein E-Mobil erhalten – für die Kosten für dieses Standard-Modell kommt dann die Krankenkasse auf.

Die Brems- und Schiebehilfe: Die variantenreiche Erleichterung für Begleitpersonen

Wie zuvor erwähnt, ist ein E-Mobil aber keine Option für alle. Viele Menschen können auf die Unterstützung eines Rollstuhls nicht verzichten. Gerade unterwegs kann die Fortbewegung im Rolli eine kräftezehrende Angelegenheit sein – nicht nur für die Rollifahrerin oder den Rollifahrer selbst.

Große Steigungen, Gefälle oder das Passieren von Rampen können auch die Begleitperson eines Rollstuhlnutzers schon einmal vor eine wahre Kraftprobe stellen! Mit dem richtigen Hilfsmittel aber gehört dies der Vergangenheit an: Mit einer Schiebe- und Bremshilfe wird das Schieben und Bremsen eines Rollstuhls deutlich erleichtert. Auf diese Weise genießen Sie mehr Unabhängigkeit im Alltag, wann und wo Sie wollen.

Insbesondere auf ebenen, bekannten Strecken ohne „Überraschungen“ ist die Schiebehilfe besonders sinnvoll, aber auch darüber hinaus bietet sie einfach sinnvolle Unterstützung – gerade auch im Sommer, wenn ein Ausflug zur schweißtreibenden Aktivität werden kann.

Kompromissbereit? Kompaktlösungen führen zum Ziel!

Auch wenn das Gewicht einer gängigen Schiebehilfe mit ca. 14 kg nicht unbeträchtlich sein kann, ist sie dennoch eine sinnvolle Alltagshilfe, wenn das Gewicht des Rollstuhlnutzers samt Rollstuhl ansonsten zu hoch wäre, als dass die Begleitperson ihn/sie überhaupt sicher schieben könnte.

Darüber hinaus existieren zudem besonders leichtgewichtige Alternativen. Es handelt sich zumeist um kleinere Modelle (ca. 5 kg schwer). Zu beachten ist hier, dass diese Modelle über keine Bremsfunktion verfügen. Das bedeutet also, dass der Rollstuhl aus Sicherheitsgründen mit Trommelbremsen nachgerüstet werden muss. Dies ist aber keine Hürde, denn die Techniker aus der Tingelhoff-Werkstatt können derlei Nachrüstungen im Nu erledigen.

Auch ist die Leistung dieser Kompaktmodelle geringer, aber für die meisten Anwendungsfälle immer noch mehr als ausreichend. Für diesen Kompromiss gilt also sozusagen: Eine kleine Hilfe ist im Zweifel besser als keine Hilfe!  Viele dieser kleineren Modelle erweisen sich im Alltag als sehr praktikabel, da man – je nach Ausführung – z. B. beim Schieben weniger oft mit dem Fuß gegen die Schiebehilfe stößt.

Hilfe annehmen, auch wenn es schwerfällt

Aus Erfahrung wissen wir, dass viele unserer rollstuhlfahrenden Kundinnen und Kunden keine Schiebehilfe einsetzen möchten, da sie sich lieber eigenständig fortbewegen wollen. Stolz und Wille zur Aktivität in allen Ehren, jedoch muss man sich als Rollifahrender – je nach körperlicher Konstitution und Diagnose – sicherlich irgendwann die Frage stellen, ob man gesundheitlich wirklich in der Lage ist, sich gerade auf längeren Strecken aus eigener Kraft fortzubewegen. Dieser – an sich ja sehr löbliche und sehr menschliche Wille – geht leider oft an der Realität vorbei.

Besonders aktive und fitte Rollinutzerinnen und -nutzer können auch über einen elektrischen Zusatzantrieb nachdenken. Ist man oft mit der Begleitperson unterwegs, ist es aber häufig sinnvoller, die Brems- und Schiebehilfe einzusetzen. Dies erleichtert den Begleitenden den Alltag und kann allen Beteiligten unnötigen Stress ersparen. Um körperlich trotz Rollstuhl möglichst fit zu bleiben, gibt es schließlich auch weniger anstrengende Alternativen bzw. Therapiemöglichkeiten.

Brems- und Schiebehilfe testen: Kommen Sie vorbei!

Wir zeigen Ihnen gerne verschiedene Lösungen zur Auswahl. Gemeinsam überlegen wir, welche Brems- und Schiebehilfe die richtige Wahl für Sie ist. Auch eine Schulung Ihrer Begleitperson ist wichtig, damit diese genau weiß, wie sie die Schiebehilfe bedient. Wir übernehmen selbstverständlich die Einweisung und Hilfestellung – zudem haben viele Hersteller längst entsprechende Hilfswebseiten sowie eigene Whatsapp-Kanäle eingerichtet, sodass sich niemand Sorgen machen muss, er käme mit der Brems- und Schiebebilfe nicht zurecht.

Schauen Sie also gerne vorbei – ob für eine Probefahrt mit dem E-Mobil oder, um sich verschiedene Brems- und Schiebehilfen zeigen zu lassen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

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Sanitätshaus Tingelhoff GmbH
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