Titelbild Praktikum Marketing Luca

Schülerpraktikum im Marketing

Das Sanitätshaus Tingelhoff bietet interessierten Schülerinnen und Schülern gerne ein Praktikum in seiner Marketingabteilung an. Die Praktikanten können in der „internen Agentur“ erste Praxiserfahrung sammeln und verschiedene Aufgaben im Team übernehmen. Im Juni 2025 hat uns Luca für zwei Wochen unterstützt und durfte das Berufsbild des Mediengestalters kennenlernen – hier hat er seine Erlebnisse zusammengefasst.

Mein Weg zu Tingelhoff

Hallo, ich bin Luca, 16 Jahre alt und gehe in die 10. Klasse des Mallinckrodt-Gymnasiums Dortmund. In diesem Jahr mache ich mein erstes zweiwöchiges verpflichtendes Berufspraktikum, um die Berufswelt kennenzulernen und den Unterschied zur Schule zu erfahren.

Dabei war ich mir anfangs unsicher, was genau ich überhaupt machen sollte. Durch viele verschiedene Faktoren bin ich schließlich auf Tingelhoff gekommen. Denn zum einen bin ich selbst Kunde bei Tingelhoff, da ich beim Fußball einen Muskelfaserriss erlitt und daraufhin einen Kompressionsstrumpf brauchte, um die Heilung zu unterstützen. Zum anderen wohne ich ziemlich in der Nähe, wodurch mein Arbeitsweg deutlich erleichtert wird und mir die Firma ein Begriff ist. Was natürlich auch oft meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, sind die vielen auffälligen roten Autos von Tingelhoff, die man auf der Straße sofort erkennt. Schlussendlich bin ich konkret durch die dortmundatwork.de-Website auf das Praktikumsangebot aufmerksam geworden und habe meine Bewerbung abgegeben, und zwar beim Marketing, da ich herausfinden wollte, ob ich einem kreativen Job gewachsen bin oder nicht. Dann habe ich auch schnell eine positive Rückmeldung bekommen und wurde zu einem ersten Treffen mit dem Team eingeladen.

Die erste Woche

Nach einigen Wochen Vorfreude ging mein Praktikum endlich los und mir wurde erstmal mein Arbeitsplatz gezeigt und die Firma Tingelhoff im Generellen vorgestellt, also Tradition, Entwicklung und das Unternehmensleitbild. Außerdem habe ich ein Corporate-Identity-Handbuch bekommen und habe so die Marketingwelt von Tingelhoff kennengelernt, also z. B. Regeln, die bei der Gestaltung eingehalten werden müssen, aber auch generell all die verschiedenen Werbemittel, die hier gestaltet werden. Einblicke ins Intranet, die Webseite und weitere interne und externe Kanäle kamen noch hinzu. Zusätzlich habe ich die drei Hauptprogramme, die von den Mediengestaltern genutzt werden, kennengerlernt: Adobe Illustrator, InDesign und Photoshop.

Am nächsten Tag sollte ich mehrere Blumenbilder raussuchen, die später im sogenannten Blumenkalender zum Einsatz kommen würden. Dieser wird jedes Jahr an Kunden verteilt und erfreut sich großer Beliebtheit. Aus vielen Beispielbildern musste für jeden Monat eine saisonal bzw. thematisch passende Blume ausgewählt werden und anschließend wurde dann im Team für die jeweiligen Favoriten abgestimmt. Außerdem durfte ich einen Instagram-Post zum „Welt-Hepatitis-Tag“ vorbereiten, der dann auch hochgeladen und veröffentlicht wird. Zu diesem Zweck musste ich einige Informationen zum Krankheitsbild recherchieren und so umformulieren, dass es von der Tonalität her zu Social Media passt.

Am Mittwoch habe ich dann eine klassische Aufgabe aus dem Marketingbereich bekommen. Ich sollte für eine neue Gesundheitskampagne für Jugendliche ein eigenes Logo mit Tingelhoff-Merkmalen erstellen. Zusätzlich fing ich damit an, ein passendes Plakat mit Tipps zur Gesundheit im Schulalltag zu gestalten.

Der Donnerstag begann damit, dass ich das Logo vom Vortag fertigstellte. Danach habe ich mich auch an das Plakat getraut, was nicht so ganz leicht war, wie ich es mir vorgestellt habe. Denn es gab immer bestimmte Punkte und Details, die man noch verbessern konnte oder Sachen, die noch nicht so gut gepasst haben. So habe ich mit Unterstützung meiner Praktikums-Betreuerinnen hier im Team sozusagen einen realistischen Einblick ins Berufsleben eines Designers erhalten. Auch hier muss man schließlich regelmäßiges Feedback und auch mal Kritik (z. B. von Kundenseite oder eben seitens der Führungskraft) aufnehmen und in die Gestaltung mit einfließen lassen.

Freitag habe ich das Plakat noch einmal etwas verfeinert. Meine eigentliche Hauptaufgabe an diesem Tag war allerdings das Redesignen eines veralteten Logos einer Tingelhoff-Eigenmarke, genauer gesagt von der Marke „ISI“ für Schuhe und Einlagen. Hierzu habe ich online nach anderen bzw. vergleichbaren Schuheinlagen-Firmenlogos geschaut und dadurch versucht, die bestmögliche Mischung aus den anderen Logos zu erstellen, musste aber dabei auf die korrekte Farb- und Schriftwahl achten. Dies hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht und das Redesign ist mir aus meiner Sicht auch ziemlich gut gelungen (meine Betreuerinnen können dies bestätigen! :)).

Die zweite Woche

Woche zwei startete damit, dass ich die Logos, mit denen ich am Freitag angefangen hatte, zu Ende ausarbeitete. Vor der Mittagspause gab es noch einen kurzen Außendienst-Ausflug zu einer anderen Filiale. Dort haben wir einen Sticker von einer Kooperation aufgeklebt und auch die Fenster abgemessen, um später dort die Fenster bestmöglich bekleben zu können. Danach habe ich auch schon diesen Blogeintrag hier angefangen!

Auch der Dienstag stand zunächst „im Zeichen des Blogs“. Danach stand ein spannender Abstecher in die Tingelhoff-IT auf dem Plan. Drei Stunden waren hierfür angesetzt. Dort habe ich gelernt, wie die IT arbeitet und welche Aufgaben die einzelnen Mitarbeiter haben. Dazu zählt im Support zum Beispiel die Hilfestellung für Kollegen, wenn sie ein Problem mit dem Computer haben. Andere Mitarbeiter arbeiten als Anwendungsentwickler, die neue Anwendungen programmieren und die Digitalisierung im Unternehmen begleiten. Dann haben wir auch ein paar von diesen Aufgaben direkt selbst ausprobiert, zum Beispiel haben wir einige PC-Probleme gelöst und im Lager ein besseres WLAN aufgebaut, welches dort dringend benötigt wurde. Dieser zweite Teil, wo man persönlich vor Ort ist und Kollegen hilft, hat mir dabei am besten gefallen.

Der Mittwoch begann für mich wieder mit einem kleinen Redesign-Projekt: Das sogenannte „Lymphnetz Dortmund“ sollte eine optische Auffrischung erhalten. Hier hatte ich zunächst Probleme bei der Ideenfindung. Daher konzentrierte ich mich lieber wieder auf den noch unfertigen Instagram-Post zum Welt-Hepatitis-Tag. Denn auch das ist Marketing bzw. Mediengestaltung: Zum einen bearbeitet man oft mehrere Projekte parallel und muss in der Lage sein, Prioritäten flexibel zu verlagern. Zum anderen fehlt es manchmal einfach an Inspiration. Dann hilft es, sich mit anderen Themen zu beschäftigen. Also schrieb ich zunächst den Text zu Ende und suchte dann Bilder raus, die für mich passend schienen. In Zusammenarbeit mit den Gestalterinnen im Team haben wir dann eine Bildauswahl getroffen.

Danach durfte ich in den Abteilungen Home Care und Medizintechnik hospitieren. Mir wurden die hier durchgeführten Versorgungen erklärt und gezeigt, wie der Innendienst arbeitet. An die Hospitation schloss sich ein großes Teammeeting mit dem Vertrieb an, an dem auch ein Teil der Geschäftsführung teilnahm und den ich somit kennenlernen konnte. Dort wurde im Grunde besprochen, was in letzter Zeit im Innendienst (Marketing) und Außendienst (Vertrieb) gut lief und was man noch alles in der Zukunft verbessern könnte. Zudem wurden einfach generelle Termine für Projekte und Veranstaltungen und Aufgaben, die hiermit zu tun haben, besprochen. Hier dabei zu sein und zu sehen, welche weiteren Projekte, Veranstaltungen und Vertriebsstrategien es im Unternehmen gibt, war durchaus interessant.

Titelbild Praktikum Marketing Luca
Auch dieses Foto haben wir im Anschluss noch gemacht!

Auch am Donnerstag schrieb ich weiter an meinem Blogbeitrag – immerhin gab es ja viele neue Infos hinzuzufügen! Zudem bearbeitete ich zwei Logos für Tingelhoff-Abteilungen. Hier erstellte ich wieder mehrere verschiedene Entwürfe, für die am Ende abgestimmt werden konnte.

Dann war auch schon Freitag – mein letzter Praktikumstag. Zunächst haben wir an diesem Tag Büroschilder ausgetauscht. Das ist verständlicherweise ab und an notwendig, wenn Mitarbeiter das Büro oder die Abteilung wechseln oder das Unternehmen verlassen (oder gerade erst neu ins Unternehmen kommen).

Dann ging es für mich noch mal in Richtung Social Media: Für den „Welttag des Gehirns“ musste noch ein Text her. Im Anschluss habe ich noch Bilder mit Photoshop bearbeitet und letztlich diesen Beitrag hier beendet. Ein ganz schönes Stück Arbeit!

Mein Fazit

Die zwei Wochen gingen sehr schnell rum. Jetzt ist es an der Zeit, ein Fazit zu ziehen. Auf jeden Fall kann man sagen: Ich habe gelernt, dass so eine Firma wie Tingelhoff mit mehr als 300 Mitarbeitern und vielen Standorten sehr organisiert ist (und auch sein muss) und im Arbeitsalltag viele eigene Regeln und Prozesse hat. Diese werden dann stetig versucht, zu verbessern. Natürlich ist der Unterschied zur Schule groß, aber das war ja zu erwarten. Es war definitiv interessant, mal zwei Wochen in einem Büro zu arbeiten und diesen Berufsalltag kennenzulernen.

Die Arbeit im Marketing-Team bei Tingelhoff hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Team, aber auch alle anderen Mitarbeiter, haben mich immer gut aufgenommen und ich habe mich überall wohlgefühlt, egal ob beim Marketing oder in einer anderen Abteilung. Auch an abwechslungsreichen Aufgaben herrschte kein Mangel.

Dennoch bin ich mir unsicher, was für ein Beruf mir wirklich liegt. Zwei Wochen sind bestimmt zu kurz, um ein abschließendes Urteil zu fällen. Trotzdem überlege ich bereits jetzt, ob eine Bürotätigkeit das Richtige für mich ist. Auch im Marketing ist man manchmal unterwegs, geht z. B. ins Lager und übernimmt manche Botengänge, was Werbematerial angeht, und fährt hierfür und für andere Aufgaben auch schon mal in die Filialen. Zudem gibt es ab und an Veranstaltungen, an denen die Marketingmitarbeiter teilnehmen. Auf lange Sicht wäre mir das aber wohl zu wenig. Als Orientierung (und hierzu dient so ein Praktikum ja nun mal) hat mich das zweiwöchige Praktikum also auf jeden Fall schon einmal ein Stück weitergebracht!

Zum Glück habe ich noch etwas Zeit, um mir bis zum Schulabschluss Gedanken zu machen. Ich bedanke mich beim Marketingteam sowie bei allen anderen Tingelhoff-Mitarbeitern für die interessanten Einblicke und für ihr Engagement!

 

 

 

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