Kompressionversorgung

Alles rund um die Kompression

Medizinische Kompressionsstrümpfe, nicht zu verwechseln mit „Stützstrümpfen“, leisten deutlich mehr als ihre herkömmliche Alltagssocke! Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig, ihre Wirkung unbestritten. Bei Venenerkrankungen und Ödemen ist die Kompressionsbehandlung eine Basistherapie, auch nach plastisch-ästhetischen Eingriffen kommt sie zum Einsatz.
Bei der alltäglichen Anwendung von Kompressionsstrümpfen sollten dabei bekannte Fehler vermieden und verschiedene Anwendungshinweise beachtet werden. Einige Tipps und häufig gestellte Fragen – sowie natürlich die passenden Antworten dazu – haben wir hier für Sie aufgelistet.

Die Kompressions-Etikette

Nicht verzetteln: In Ihrer Kompressionsware befindet sich ein Etikett mit Ihrem Namen, der Schemanummer und dem Herstellungsdatum. Das Etikett muss unbedingt in der Ware bleiben, da es für Reklamation (Gewährleistung), Umtausch oder Änderung wichtig ist.

Kleinerer Reparaturbedarf? Wir helfen!

Kleine Schäden an Ihrer Kompression können schon mal vorkommen. Gibt es einmal ein Loch oder eine Naht löst sich auf, sollten Sie aber auf keinen Fall selbst zu Nadel und Faden greifen. Bitte melden Sie sich stattdessen bei unserer Fachabteilung. Wir lassen dann durch den Hersteller prüfen, ob eine Reparatur möglich ist.

Kompression, die sich täglich gewaschen hat!

Sie tragen Ihre Kompressionsstrümpfe in der Regel täglich. Tägliches Tragen bedeutet allerdings auch ständige Beanspruchung – ihre Strümpfe müssen daher täglich gewaschen werden. Mit einem schonenden Waschmittel geht dies entweder gut per Hand oder im Schonwaschgang bei 40 Grad. Dabei sollten Sie unbedingt auf die Farben der restlichen Wäscheteile in der Trommel achten, damit die Kompressionen sich nicht verfärben. Im besten Fall hat Ihnen Ihr Arzt aus hygienischen Gründen gleich eine Wechselversorgung verschrieben. Hier kommen Sie zum Waschmittel & Zubehör.

Was tun bei Hitze? Cool bleiben!

An heißen Tagen tut eine Abkühlung gut: Schnell und einfach verschaffen Sie sich mit einer Sprühflasche mit kaltem Wasser Erleichterung. Wem dies nicht reicht, der greift zu besonderen Pflege-Gelen: Verschiedene Hersteller haben kühlende Produkte im Angebot, die man schon morgens auftragen kann. Hier kommen Sie zu den Cremes & Zubehör.

Feuchte Haut? Ordentlich pudern!

Feuchte Haut kann im Sommer unangenehm sein. Hier hilft ein wenig Babypuder! Durch die Anwendung des Puders wird die Haut trocken und der Stoff Ihrer Kompression kann besser gleiten.

Mit Anziehhilfen alles fest im Griff!

Um die Kompressionsversorgung anzuziehen, braucht es zunächst etwas Übung. Damit dies von Anfang an möglichst gut klappt, gibt es spezielle Handschuhe und Anziehhilfen, die kraftsparend für den guten Sitz der Kompression sorgen. So schonen Sie Ihre Finger und haben alles fest im Griff! Hier kommen Sie zu den Anziehhilfen & Zubehör.

Wie auf den Leib geschneidert: Richtigen Sitz der Strumpfhose prüfen!

Erst, wenn die Po-Naht auch in der Po-Falte liegt, sitzt Ihre Strumpfhose genau dort, wo sie sitzen soll. Für den Fall, dass es einmal nicht so richtig klappen sollte, haben wir diesen Tipp für Sie: Mit beiden Händen in das Leibteil auf der Po-Seite gehen, den Stoff am unteren Gesäßteil greifen und dann hochziehen. So haben Sie mehr Kontrolle über diesen normalerweise schwer zugänglichen Teil und sorgen dafür, dass am Ende alles am richtigen Fleck sitzt.

Das geht in die Knie: Kompression richtig anlegen!

Wenn die Falte in der Kniekehle Ihres Kompressionsstrumpfs einschneidet und die Durchblutung stört, deutet dies darauf hin, dass Ihre Kompression falsch angelegt ist. Hier hilft es, die Versorgung nach unten und nicht nach oben zu ziehen! Sollte das Material dennoch mal zusammenrutschen, kann ein Haftband eine gute Lösung sein. Sprechen Sie einfach einen unserer Mitarbeiter an!

Netzwerken für mehr Zusammenhalt!

Tingelhoff ist Partner und Mitbegründer des LymphNetzes Dortmund! Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Fachleuten aus Medizin und Therapie sowie Betroffenen. So finden sich im Netzwerk unterschiedliche Experten und Expertinnen aus den Bereichen Medizin (Phlebologie und Diabetologie), Physiotherapie, Ödemtherapie, (Reha-)Sport, Sanitätshäuser, Ernährungsberatung oder Wundmanagement. Betroffene sind über Selbsthilfegruppen im Lymphnetz vertreten, die regelmäßige Treffen und Veranstaltungen organisieren. Sie möchten sich mit Gleichgesinnten austauschen und sich noch weiter informieren? Das LymphNetz ist eine wunderbare Anlaufstelle dafür!