Die neue Qualität bei der Reinigung von Hilfsmitteln und Medizinprodukten

Krankenhausinfektionen bedeuten für alle Beteiligten im Gesundheitswesen eine große Herausforderung.

Initiativen wie z. B. die „Aktion saubere Hände“ rücken das Problem bei Ärzten, dem Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und bei den Patienten in den Fokus und zeigen Strategien auf, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen können. Die konsequente Fortsetzung der Maßnahmen in den Einrichtungen ist die validierte Reinigung von Betten, Matratzen und Hilfsmitteln vor dem Wiedereinsatz.

Im Februar 2011 wurde ein Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums für ein Krankenhaus Hygienegesetz (KraHyG) der Bundesregierung zur Eindämmung von Krankenhausinfektionen vorgelegt.

In Deutschland erkranken jährlich 400.000 – 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen, schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Menschen sterben daran. Ein Teil der Infektionen und Todesfälle kann durch Vorsorgemaßnahmen verhindert werden. Während in Dänemark oder in den Niederlanden die Zahlen bei 1 -2 % liegen, erkranken in Deutschland bis zu 20% der Patienten an Krankenhausinfektionen.

Bei den Planungen des Bundesministeriums für Gesundheit, ein Krankenhaus-Hygienegesetz zu erlassen, sollten jedoch alle Bereiche und Beschäftigten des Gesundheitswesens einbezogen werden. Dabei nur die Krankenhäuser zu berücksichtigen, wäre weder nachhaltig noch sektorübergreifend ausgereift, denn Infektionen betreffen alle bettenführenden Einrichtungen, also ebenso Pflegeheime, Altenwohnheime, Arztpraxen oder Tageskliniken.