Parenterale Ernährung

Zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens benötigt der Körper täglich bestimmte Mengen an Bau- und Betriebsstoffen. Dieser Bedarf wird durch die täglichen Mahlzeiten gedeckt, die in Fleisch, Gemüse, Salat, Obst, Kartoffeln usw. genügende Mengen an Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett, Salzen, Vitaminen und Wasser enthalten. Die Nahrungsmittel werden im Dünn- und Dickdarm unter Einwirkung von Verdauungssäften in ihre Grundbestandteile zerlegt und über die Darmwand ins Blut aufgenommen. Diese Grundbestandteile der Nahrung kann der Körper entweder direkt oder nach Umbau in der Leber zur Reparatur und zum Neuaufbau von Körpergeweben oder zur Bereitstellung von Energie verwenden. Den Nährstoffen, die im Magen nicht oder nicht gänzlich verdaut und aufgenommen werden, wird im Dickdarm Wasser entzogen. Der Rest wird dann als Stuhl ausgeschieden.

Sind größere Teile des Darms erkrankt, durch eine Operation entfernt worden oder von Geburt an nicht vorhanden, kann der Darm die oben beschriebenen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Dem Körper werden dadurch keine Bau- und Betriebsstoffe mehr nachgeliefert und er ist gezwungen, seine Vorräte aufzubrauchen. Sind auch diese erschöpft, werden weniger wichtige Anteile des Körpers wie z.B. die Muskeln abgebaut, um hierdurch für wichtige Organe, wie z.B. das Gehirn genügend Betriebsstoff bereitzustellen. Die äußeren Zeichen dieses Vorganges sind eine fortschreitende Gewichtsabnahme und eine Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Mit der parenteralen Ernährung können die fehlenden Funktionen des Magens, Dünn- und Dickdarms ausgeglichen werden, indem bereits die Grundbestandteile der verschiedenen Nahrungsmittel direkt ins Blut verabreicht werden.   

 

 

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